Deutsche Afrikastiftung und Senat der Wirtschaft verleihen Deutschen Afrika-Preis an Juliana Rotich

Bundeskanzlerin Angela Merkel ehrte die Kenianerin Juliana Rotich mit dem Deutschen Afrikapreis.

 

Juliana Rotich ist eine afrikanische IT-Pionierin, die vor allem durch die Open-Source-Plattform Ushahidi Bekanntheit erlangte. Nutzer können darin Informationen aus und über Krisengebiete schnell teilen. Als Ushahidi begann, tobten in Kenia nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen Ende 2007 gerade blutige Kämpfe mit über 1300 Toten. Durch Ushahidi konnten Betroffene Informationen über die Gewaltakte veröffentlichen. Heute wird die Plattform schon in über 160 Ländern genutzt.

Rotich sei eine Inspiration für zahllose Menschen in Afrika, lobte die Kanzlerin: „Sie zeigen was und wie viel man mit guten Ideen und Entschlossenheit bewegen kann: wirtschaftlich, gesellschaftlich und über die eigenen Landesgrenzen hinaus.“ Damit sei Rotich auch ein Vorbild für viele andere afrikanische Frauen.

Der Senat der Wirtschaft hat den Preis der Deutschen Afrikastiftung im Zuge seiner Arbeit unterstützt und war Mitveranstaltender Partner des Deutschen Afrika Vereins. 2016 wurde das Konzept „Marshallplan mit Afrika“ entwickelt und an die Bundesregierung übergeben.

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