Senat mit Bundesminister Müller zum Marshallplan mit Afrika im Bundestag

  

„Wir brauchen neue Impulse für privates Investment in Afrika“, das erklärte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller bei einem Gespräch mit Abgeordneten im Bundestag. Der Senat der Wirtschaft hatte gemeinsam mit der Afrika Stiftung in den Bundestag geladen, um die Studie „Migration, Nachhaltigkeit und ein Marshallplan mit Afrika“ des Senats der Wirtschaft und des Club of Rome im Kreis der ca. 30 MdBs zu besprechen.

Der Bundesminister und der Präsident des Senats der Wirtschaft, Prof. Franz-Josef Radermacher, standen den Parlamentariern zum Thema Marshallplan „Rede und Antwort“. Der Generalsekretär der Deutschen Afrika Stiftung, Ingo Badoreck, leitete die anschließende Diskussion.

Bundesminister Müller erläuterte, dass der Plan bei der im Juni stattfindenden „G20-Konferenz zur Afrika-Partnerschaft“ das Kernthema der Regierung sein wird. Wesentliche Fragen dabei seien, wie sich der Marshallplan in das politische Gesamtkonzept Deutschlands integrieren lasse und wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Akteuren aussehen könne.

Neben den Fachpolitikern, wie der Vorsitzenden des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dagmar G. Wöhrl (CSU), und dem Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Johannes Singhammer (CSU), bezog auch Dr. Stefan Mair, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Stellung. Der Meinung, Afrika sei Verlierer der Globalisierung, stellte Mair die These entgegen „Afrika ist nicht Verlierer der Globalisierung. Afrika wurde von der Globalisierung bisher gar nicht wahrgenommen.“ Die Ausschussvorsitzende Dagmar Wöhrl begrüßte das Konzept des Marshallplans mit Afrika, da „es nicht nur einspurige Entwicklungshilfe sieht, sondern marktwirtschaftliche und rentable Investments.“

Nach Meinung Müllers, brauche Afrika „afrikanische Lösungen und nicht die Bevormundung von uns.“ Alle Abgeordneten bewerteten den Impuls des Senats der Wirtschaft als hilfreiche Anregung zu neuen Denkstrukturen.