Freiwillige Klimaneutralität des Privatsektors

Freiwillige Klimaneutralität des Privatsektors

Schlüssel zur Erreichung des 2°C-Ziels

Die Bekämpfung des Klimawandels ist eine der sehr großen Herausforderungen für die internationale Politik. Dabei geht es um weit mehr als eine ökologische Frage. Es geht um die Sicherung von Wohlstand und Freiheit, potentiell vielleicht sogar um Krieg und Frieden.

Für uns auf Seiten des Senats der Wirtschaft war immer klar, dass Klimapolitik bisherige klassische Denkrahmen überwinden muss. Wir brauchen internationale Lösungen. Wir müssen neben der Politik den Privatsektor, vor allem den wohlhabenden Teil des Privatsektors, aktivieren und wir müssen neben allen Anstrengungen zur Vermeidung und Reduzierung von Klimagasemissionen, insbesondere auch CO2 in Form sogenannter Negativemissionen wieder aus der Atmosphäre herausholen.

Zur Erzeugung von Negativemissionen ist die biologische Sequestrierung der Schlüssel: Mittels biologischer Prozesse wird CO2 wieder aus der Atmosphäre herausgeholt
und biologisch gebunden. Ein für uns wichtiger Ansatz ist weltweite Aufforstung, vor allem auf degenerierten Böden in den Tropen. Es geht potentiell um bis zu 1000 Milliarden Hektar. Durch Aufforstung wird nicht nur CO2 gebunden, es entsteht auch der wichtigste erneuerbare Rohstoff für die Zukunft, nämlich Holz. Und dies ist nur einer von zahlreichen sog. Co-Benefits im ökologischen, ökonomischen und sozialen Bereich von Aufforstung. Die vielfältige Nutzung von Holz muss zukünftig massiv ausgeweitet werden. Holz muss das Rückgrat des zukünftigen Wohlstandaufbaus, insbesondere in ärmeren Ländern, sein. Es geht dabei neben Klimaschutz um hunderte Millionen neuer Arbeitsplätze und vielfältige
Formen der Wertschöpfung.

Die Richtigkeit unserer Position bestätigt sich in den letzten Jahren immer mehr. Wir sind weltweit an vielen Projekten in diesem Bereich beteiligt und sehen die Erfolge. Wir freuen uns deshalb besonders, den Ansatz der privaten Klimaneutralität im Kontext der COP23 vom 06.-17. November in Bonn platzieren zu können. Unser Präsident, Prof. Radermacher, arbeitet zurzeit an einem neuen Buch zu diesem Thema. Wir präsentieren mit dem vorliegenden Dokument eine Kurzfassung dieses Buches in deutscher und englischer Sprache.